Polly ist ein kleines transportables Zweikanal-Mini-Ramanlidar. Es nutzt einen frequenzverdoppelten Nd:YAG-Laser, der 532-nm-Pulse mit einer Energie von 120 mJ und einer Wiederholrate von 15 Hz emittiert. Ein 20-cm-Newton-Teleskop sammelt das aus der Atmosphäre zurückgestreute Licht. Analysiert werden das elastische Signal sowie das Vibrations-Rotations-Ramansignal von Stickstoff bei 607 nm. Daraus lassen sich der Extinktions- und der Rückstreukoeffizient sowie das Lidarverhältnis bei 532 nm bestimmen. Polly eignet sich insbesondere zur quasi-kontinuierlichen, halb-automatisierten Beobachtung der unteren Troposphäre.
Aufbau
| Die optischen Elemente von Polly sind auf einen transportablen
optischen Tisch von 100 x 70 cm² montiert. Der Laserstrahl wird
von 0.6 cm auf 5 cm aufgeweitet und durch zwei Umlenkspiegel in das
Gesichtsfeld des Empfangsteleskops geleitet. Das zurückgestreute
Licht wird in zwei verschiedene Kanäle getrennt, einer für
elastische Streuung bei 532 nm und einer für inelastische Streuung
durch Stickstoffmoleküle bei 607 nm. Photomultiplier dienen zur
Signaldetektion und eine im Messrechner vorhandene Zählerkarte zur
Aufzeichnung der Daten. Messungen des Rückstreukoeffizienten
können zu jeder Tageszeit durchgeführt werden,
Extinktionskoeffizienten lassen sich nur bei Dunkelheit bestimmen. |
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Aufbau in einem klimatisierten,
wetterfesten Gehäuse
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Optischer Aufbau |
Messungen
Am IfT wurden zunächst Testmessungen durchgeführt, bevor
Polly in größeren Feldexperimenten eingesetzt wurde (z.B.
dem Pearl River Delta Experiment).


Aktuelle Daten vom Mini-Ramanlidar Polly
Projekte
Engelmann,
R. 2003. Entwicklung eines Mini-Ramanlidar und
Aufbau einer kombinierten Sende- und Empfangseinheit für ein
Doppler-Wind-Lidar. Universität Leipzig, 57 S. (Diplomarbeit)