Motivation
Beobachtung von Aerosoleigenschaften und meteorologischen Bedingungen
in Feldkampagnen auf der ganzen Welt
Instrument
Zwei frequenzstabilisierte Nd:YAG-Laser und zwei Titan-Saphir-Laser
emittieren Licht bei den Wellenlängen 1064, 800, 710, 532, 400 und
355 nm mit einer Gesamtenergie von zweimal 1.6 J und einer
Wiederholungsrate von 30 Hz. Ein 10-facher Strahlaufweiter
reduziert die Strahldivergenz auf weniger als 0.1 mrad. Das gestreute
Licht wird abwechselnd mit einem Teleskop (Cassegrain-Teleskop mit 53
cm Durchmesser) gesammelt. Ein 14-Kanal-Empfänger separiert die
elastisch gestreuten Signale bei den sechs Emissionswellenlängen
und die Ramansignale von Stickstoff bei 387 und 607 nm bzw. von
Wasserdampf bei 660 nm mit dichroitischen Strahlteilern und
Interferenzfiltern. Ein Polarisator unterscheidet
die parallel und senkrecht polarisierten Komponenten des
710-nm-Signals.
Zwei reine Rotations-Ramansignale von Stickstoff werden durch einen
Doppelgitter-Monochromator separiert. Alle Signale werden durch
Photomultiplier detektiert, wobei die ankommenden Photonen einzeln
gezählt bzw. die Photomultiplier im Strommodus betrieben werden.
Aus den gemessenen Signalen können Profile des
Rückstreukoeffizienten bei den sechs Ausgangswellenlängen,
des Depolarisationsverhältnisses bei 710 nm sowie des
Extinktionskoeffizienten und des Lidarverhältnissses bei 355 und
532 nm bestimmt werden. Weiterhin werden Profile des
Wasserdampf-Mischungsverhältnis
und der Temperatur abgeleitet. Aus diesen beiden Größen kann
dann
die relative Feuchte im gleichen Streuvolumen wie die
Aerosoleigenschaften bestimmt werden (Raman-Lidar-Prinzip).
Kooperation
Einbau der Temperaturmesskanäle (Monochromator) durch
Yuri F. Arshinov, Sergej M. Bobrovnikov und Ilya B. Serikov vom
Institut für Atmosphärische Optik, Sibirischer Zweig der
Russischen Akademie der Wissenschaften, Tomsk, Russland
Projekte