Abteilung Physik

Forschungsgruppe
"Optische Fernmessung - Untersuchung atmosphärischer Prozesse mit optischen Methoden"

ACE-2 - NORTH ATLANTIC REGIONAL AEROSOL CHARACTERIZATION EXPERIMENT
Messanlagen bei Tag und Nacht Das Sechs-Wellenlängen-Lidar des IfT war während ACE-2 an der Südwestspitze Portugals, in Sagres, stationiert. Während  der Intensivmessphase im Juni und Juli 1997 wurden  vertikal aufgelöste Messungen der optischen Aerosoleigenschaften bei sechs Wellenlängen zwischen 355 und 1064 nm durchgeführt.


Einleitung

ACE-2, das North Atlantic Regional Aerosol Characterization Experiment, war das dritte Experiment, organisiert durch das Internationale Globale Atmosphärische Chemie Projekt (IGAC), das Eigenschaften von atmosphärischen Aerosolen, die für Strahlungs- und Klimaantrieb relevant sind, untersuchte. Das Ziel dieser Reihe von Experimenten ist es, nötige Daten bereitzustellen, die es ermöglichen, Aerosole in globale Klimamodelle zu intergrieren und die Unsicherheit bei der Berechnung des Klimaantriebs durch Aerosole zu vermindern.

ACE-1 (November-December 1995) dokumentierte die chemischen, physikalischen und optischen Eigenschaften der Aerosole in der marinen Fernatmosphäre. TARFOX (Juni 1996) konzentrierte sich speziell auf den direkten, säulenintegrierten Strahlungsantrieb durch anthropogene Aerosole. ACE-2 erweiterte diese Charakterisierung durch Studien im nördlichen Atlantischen Ozean mit Schwerpunkt auf der anthropogenen Verschmutzung der Hintergrundaerosole. Ein Hauptziel von ACE-2 war die Charakterisierung und die Untersuchung der Evolution von anthropogenen Aerosolen vom europäischen Kontinent sowie von Wüstenstaub vom afrikanischen Kontinent über dem Nordatlantik.

Die Hauptphase von ACE-2 fand vom 15. Juni bis zum 31. Juli 1997 über dem subtropischen Nordost-Atlantik statt. Die Operationsbasis lag auf den kanarischen Inseln (s.u.).

Hier sind die Positionen des Schiffes und der einbezogenen Bodenstationen
sowie eine schematische Darstellung der Flugzeugoperationen während der intensiven Sommerkampagne 1997 gezeigt.
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Ziele

Das Ziel von ACE-2 war die Bestimmung und das Verständnis der Eigenschaften und Kontrollmechanismen von Aerosolen in der anthropogen modifizierten Atmosphäre des Nordatlantiks und die Beurteilung ihrer Relevanz für den Strahlungsantrieb. Dafür verfolgte ACE-2 drei Schwerpunkte:

  1. Bestimmung der physikalischen, chemischen, Strahlungs- und Wolkennukleationseigenschaften der Hauptaerosoltypen in nordatlantischen Regionen sowie das Studium der Beziehung zwischen diesen Eigenschaften.
  2. Quantifizierung der physikalischen und chemischen Prozesse, welche die Entwicklung der Hauptaerosoltypen und besonders deren physikalische, chemische, Strahlungs- und Wolkennukleationseigenschaften kontrollieren.
  3. Entwicklung von Prozeduren zur Extrapolation von Aerosoleigenschaften und Prozessen auf lokaler bis regionaler und globaler Ebene und Beurteilung der direkten und indirekten regionalen Antriebe durch Aerosole in der Nordatlantikregion.

ausgewähltes Untersuchungsgebiet von ACE-2

Das Bild zeigt das ausgewählte Untersuchungsgebiet von ACE-2.



Zusammenfassung

Eine detaillierte Zusammenfassung von ACE-2 findet sich in:

Tellus, Series B: Chemical and Physical Meteorology, Volume 52B, Number 2, April 2000.


Unsere Gruppe hat mit folgenden Publikationen zu ACE-2 beigetragen:

Ansmann, A., Wagner, F., Althausen, D., Müller, D., Herber, A. and Wandinger, U. 2001. European pollution outbreaks during ACE 2: Lofted aerosol plumes observed with Raman lidar at the Portuguese coast. Journal of Geophysical Research, 106, 20725-20733.

Ansmann, A., Wagner, F., Müller, D., Althausen, D., Herber, A., Hoyningen-Huene, W. v. and Wandinger, U. 2002. European pollution outbreaks during ACE 2: Optical particle properties inferred from multiwavelength lidar and star/Sun photometry. Journal of Geophysical Research, 107, 4259, doi: 10.1029/2001JD001109.



ACE-2 Downloads und Links



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Letzte Änderung: 2005-12-21